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The Story of Marco Leali
Marco Leali Guitar and Bass
Mit
2 Jahren lernte er die Rassel zu schütteln und mit 4 bereits virtuos
die Türglocke zu läuten. Während
seiner ganzen Kindheit wurde er von seinem Vater - einem
Ex-Hobby-Schlagzeuger - gezwungen, beim Hören von Jazzplatten ein
Alto-Sax von einem Tenor-Sax unterscheiden zu können. Er schaffte das
zwar selten – aber nützlich wars ja trotzdem. Mehrere
Jahre lang ignorierte gekonnt die Existenz des Basses und widmete sich
indessen dem Studium der Gitarre. Dies mit solcher Leidenschaft und
Hingabe, dass ihn der grosse Maestro Daccò als Schüler unter seine
Fittiche nahm (wer könnte dessen Weisheiten vergessen, etwa: “Diese
Progression so zu spielen ist wie Bumsen mit einem an den Sack
geschnallten Bügeleisen”?). Eines
Tages tauschte er das Plektrum gegen einen Stift und die Noten gegen ein
Wörterbuch und übersetzte gemeinsam mit Daccò ein dickes
Gitarren-Lehrbuch für den Verlag Mondadori (“The Guitar Handbook”).
Drei
wichtige Einsichten liessen ihn schliesslich doch noch zum Bass
wechseln. Erstens: es gibt zu viele Gitarristen, zweitens: der Bass
erlaubt mehr stilistische Freiheiten und drittens: weniger Leute
bemerken es, wenn man einen falschen Ton spielt. Er
tourte mit verschiedenen “orchestre da ballo” durch die ganze
Po-Ebene – die Quintessenz des klassischen Tanzorchesters, wie man es
nur im ländlichen Italien finden kann. Dabei wurden seine Nickerchen
beim Bass-Spielen, während das Akkordeon den “Hummelflug” oder
Beethovens Romanze in F Dur als Mazurka intonierte, geradezu legendär. Nachdem
ihn sein künstlerisches Schicksal unerbittlich über alle stilistischen
Oktaven geführt hatte, verschonte er dank seiner viersaitigen
Vielseitigkeit fortan nichts mehr, was in Fachbüchern als Musik
bezeichnet wird: ob Salsa oder Polka, Funk oder Punk, Brit-Pop oder
Hip-Hop, House oder Blues, Weissgottwas oder Umgotteswillenauchdasnoch.
Den Jazz verschweigen wir hier, damit sich Miles Davis selig nicht
unselig im Grabe umdreht. 2001
besuchte er das Berklee Seminar beim Umbria Jazz. Dabei schlich er sich
in jeden noch so kleinen Club, wo er bis zum Morgengrauen ausharrte. Und
schaffte es an einem Montag früh um 5 Uhr wahrhaftig, mit dem berühmten
Roy Hargrove ein Stück zu spielen – während das noch verbliebene
Publikum unter den Sofas döste. Sein
Beitrag zum Blues ist neben dem Walking Bass vor allem der Wunsch,
einige schöne Gefühle aus diesem elenden Stück Holz herauszulocken.
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